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Der Schweizerische Schachbund (SSB)
Der Schweizerische Schachbund (SSB) ging 1995 aus der Fusion des Schweizerischen Schachverbandes (SSV, gegründet 1889) und des Schweizerischen Arbeiterschachbundes (SASB, gegründet 1923) hervor. Er vereint 258 schweizerische Schachclubs und 6043 Mitglieder und bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen für die Schachspielerinnen und Schachspieler der Schweiz.
Der SSB ist Mitglied der European Chess Union (ECU) und Gründungsmitglied des 1924 gegründeten Weltschachbundes (Fédération Internationale des Échecs, FIDE), des zweitgrössten Sportverbandes der Welt. Der SSB ist seit 2000 Mitglied von Swiss Olympic.
Der SSB gibt die Schweizerische Schachzeitung heraus und pflegt die Homepage des SSB.
Ziele und Zweck des SSB
Wir fördern den Schachsport und setzen uns vor allem für die Förderung der Junioren ein. Neben den sozialen Aspekten ist es wichtig, dass unsere talentierten Junioren leistungsorientiert gefördert werden, damit später die bestmögliche Grundlage für eine problemlose Integration in die Nationalkader gewährleistet ist.
Wichtigste Einzelturniere
- Schweizerische Einzelmeisterschaften: 7- bzw. 9-rundiges Turnier nach Schweizer System mit mehreren Kategorien und ca. 400 Teilnehmern. Findet jedes Jahr in den ersten beiden Juliwochen statt.
- Bundesturnier: 7-rundiges Turnier nach Schweizer System mit mehreren Kategorien und ca. 300 Teilnehmern. Findet jedes Jahr am Auffahrts-Wochenende statt.
- Coupe Suisse: KO-Turnier für Einzelspieler mit ca. 250 Teilnehmern. Findet jedes Jahr im Herbst bis Frühjahr statt.
- Schweizerische Internet-Meisterschaften: Turnier nach Schweizer System mit Ausscheidungsrunde und Finale mit ca. 100 Teilnehmern. Findet jedes Jahr im Herbst statt.
Wichtigste Mannschaftsturniere
- Schweizerische Mannschaftsmeisterschaften: 5- bis 9-rundiges Rundenturnier mit 8- bis 10-köpfigen Mannschaften in 6 Ligen und über 400 Mannschaften. Findet jedes Jahr im Frühjahr bis Herbst statt.
- Schweizerische Gruppenmeisterschaften: 5- bis 9-rundiges Rundenturnier mit 4- bis 8-köpfigen Mannschaften in 6 Ligen und gegen 200 Mannschaften. Findet jedes Jahr im Winter bis Sommer statt.
- Team Cup: KO-Turnier für 4-köpfige Mannschaften mit ca. 100 Mannschaften. Findet jedes Jahr im Sommer bis Winter statt.
Bekannteste Schweizer Spieler
- GM Viktor Kortschnoi (1931)
Vizeweltmeister 1978 und 1981 (jeweils Niederlage gegen Anatoli Karpow), Landesmeister der Sowjetunion 1956, 1960, 1962, 1964, 1970, zahlreiche Turniersiege in aller Welt, Schweizer Meister 1982, 1984, 1985, Schweizer Mannschaftsmeister 1999, 2002, 2003, 2005 (mit Zürich), Team-Cup-Sieger 1983 (mit Winterthur Versicherungen), Senioren-Weltmeister 2006.
- GM Yannick Pelletier (1976)
Schweizer Schülermeister 1991, Schweizer Meister 1995, 2000, 2002, Schweizer Mannschaftsmeister 1997, 2000, 2001, 2004 (mit Biel), deutscher Mannschaftsmeister 2005 (mit Werder Bremen), Sieg am Weihnachts-Open in Zürich 2001, 2002, 2006, Sieg am Open de Neuchâtel 2001 und 2002, erster gebürtiger Schweizer mit über 2600 ELO und damit in den Top 100 der Welt (2003).
- GM Joseph Gallagher (1964)
Schweizer Meister 1997, 1998, 2004, 2005, 2007, Britischer Meister 2001, Schweizer Mannschaftsmeister 1997, 2000, 2001, 2004 (mit Biel).
- GM Florian Jenni (1980)
Schweizer Meister 2003, 2006, Bronzemedaille an der Junioreneuropameisterschaft 2000, Schweizer Mannschaftsmeister 1997 (mit Biel), 2002, 2003, 2005 (mit Zürich), Goldmedaille am 4. Brett an der Mannschafts-Europameisterschaft 2005.
- GM Lucas Brunner (1967)
Schweizer Meister 1994, Schweizer Mannschaftsmeister 1999, 2002, 2003, 2005 (mit Zürich), Deutscher Mannschaftsmeister 1986, 1987 (mit Solingen), 1994, 1995 (mit Porz), 1. Rang in Baden-Baden 1992, 2. Rang B-Turnier Biel 1994.
- IM Werner Hug (1952)
Schweizer Juniorenmeister 1968, Juniorenweltmeister 1971, Schweizer Meister 1975, Schweizer Mannschaftsmeister 1968, 1969, 1971, 1973, 1974, 1975, 1976, 1978, 1987, 1999, 2002, 2003, 2005 (mit Zürich), Team-Cup-Sieger 1977 (mit Figaro Herrliberg), 1979, 1981, 1986 (mit Winterthur Versicherungen), 2001 (mit Zürich), 1978 Weltrekord im Simultanschach (580 Bretter).
- IM Richard Forster (1975)
Schweizer Schülermeister 1990, Schweizer Juniorenmeister 1992, Vize-Schweizer-Meister 1997, Team-Cup-Sieger 2000 (mit Echallens), Geteilter 1. Rang und GM-Norm beim Open Genève 1997.
- IM Roland Ekström (1956)
Schweizer Meister 1988, 1999, 2001, Team-Cup-Sieger 1989 (mit Basler Schachgesellschaft), GM-Norm bei der Europameisterschaft 2001 in Ohrid (Maz).
- IM Beat Züger (1961)
Schweizer Juniorenmeister 1978, Schweizer Meister 1989, Coupe-Suisse-Sieger 1978, Schweizer Mannschaftsmeister 1978, 1987 (mit Zürich), 1991 (mit Luzern), Team-Cup-Sieger 1995 (mit Grischuna), GM-Normen beim Credis-Grossmeisterturnier in Horgen 1995 und in der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft 1997, 3. Rang (punktgleich mit Sieger) Meisterturnier Biel 1980, Sieg am Jungmeisterturnier Zug 1983, Sieg am Crédit Suisse World Mixed Biel 1987, einziger Spieler der alle nationalen Titel (Juniorenmeisterschaft, Schweizer Meisterschaft, SMM, Team-Cup, Coupe Suisse) geholt hat.
- IM Claude Landenbergue (1964)
Coupe-Suisse-Sieger 1984, Schweizer Mannschaftsmeister 1989, 1997 (mit Biel), Team-Cup-Sieger 1991, 2004 (mit Bois-Gentil Genève), 1. GM-Norm in der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft 2007.
- IM Heinz Wirthensohn (1951)
Schweizer Meister 1979, 1981, 1992, Bundesmeister 1975, Schweizer Mannschaftsmeister 1992, 1993, 1994, 1995 (mit Allschwil), 2006 (mit Reichenstein), Team-Cup-Sieger 1973, 1974 (mit Birseck).
- IM Hansjürg Känel (1952)
Schweizer Juniorenmeister 1967, Schweizer Meister 1976, 1978, 1980, Bundesmeister 1983, 1989, 1991, 1996, Schweizer Mannschaftsmeister 1979 (mit Zytglogge), Team-Cup-Sieger 1992 (mit Schwarz-Weiss Bern), 2002 (mit Liestal), 1981 Weltrekord im Blitzschach (430 Partien in 60 Stunden und 39 Minuten, 78 Gewinnprozent).
- IM Gian-Luca Costa (1965)
Schweizer Meister 1991, 1993, Schweizer Mannschaftsmeister 1996 (mit Genève).
- IM Richard Gerber (1965)
Schweizer Meister 1987, Bundesmeister 1995, Schweizer Mannschaftsmeister 1996 (mit Genève), Team-Cup-Sieger 1984 (mit Bois-Gentil), GM-Norm in der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft 1999.
- IM Roger Moor (1976)
Schweizer Juniorenmeister 1994, Schweizer Mannschaftsmeister 1999 (mit Zürich).
- IM Simon Kümin (1982)
1. Rang beim IM-Turnier des Schachklubs Königsspringer in Hamburg 2004, Rücktritt vom Schach 2007.
- IM Markus Klauser (1958)Schweizer Meister 1986, Coupe-Suisse-Sieger 1983, 1987, Bundesmeister 1994, 2003, 2004, Team-Cup-Sieger 1992, 1993 (mit Schwarz-Weiss Bern).
- IM Andreas Huss
Schweizer Meister 1983, 1. GM-Norm in der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft 2007.
- IM Giancarlo Franzoni (1961)
Schweizer Juniorenmeister 1976, 1979, Schweizer Mannschaftsmeister 1979, 1983 (mit Zytglogge), 1999 (mit Zürich), Team-Cup-Sieger 1981 (mit Winterthur Versicherungen), 1997 (mit Zytglogge), 6. Rang Junioreneuropameisterschaft 1980, 1. Rang Allschwiler Jubiläumsturnier 1982, 3. Rang Grossmeisterturnier Bern 1983.
- IM Olivier Moor (1976)
Schweizer Juniorenmeister 1996, Bundesmeister 1999.
Nationalmannschaft
Alle Kadermitglieder erbringen mindestens einmal innerhalb von zwei Jahren eine Topleistung, d.h. eine Turnierperformance, welche deutlich über der eigenen Wertung steht.
Die Schweiz delegiert regelmässige Damen- und Herren Teams an internationale Anlässe wie die Schach-Olympiade und Europameisterschaften. Der Nachwuchs nimmt jährlich mit grösseren Delegationen an Welt- und Europameister-schaften der Jugend teil.
- 10. Rang an der Schach-Olympiade 2000 in Istanbul (Türkei).
- 12. Rang an der Schach-Olympiade 2002 in Bled (Slowenien).
- 13. Rang an der Schach-Olympiade 2004 in Calvià (Mallorca/Spanien).
Bedeutende Turniere in der Schweiz
- 1959 Grossmeisterturnier in Zürich
- 1968 Schach-Olympiade in Lugano
- 1976 Interzonenturnier in Biel
- 1982 Schach-Olympiade in Luzern
- 1985 Interzonenturnier in Biel
- 1989 Mannschafts-Weltmeisterschaft in Luzern
- 1993 Interzonenturnier in Biel
- 1994 1. Credit Suisse Masters in Horgen
- 1995 2. Credit Suisse Masters in Horgen
- 1997 Mannschafts-Weltmeisterschaft in Luzern
- 1998 Final FIDE-WM Anatoli Karpow - Viswanathan Anand im Olympischen Museum in Lausanne
- 2004 Weltmeisterschaft Viktor Kramnik - Peter Leko in Brissago
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